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Kreisgymnasium Riedlingen

Ziegelhüttenstraße 45
88499 Riedlingen

Schulleiter: Georg Knapp, Oberstudiendirektor
Stellv. Schulleiter: Alexander Thomas, OSR

Sekretariat: KONTAKT

Tel: 07351 527900    Fax: 07351 527905

 

Unterstufenorchester

Das Unterstufenorchester trifft sich wieder am 23. Juli!
1. und 4. Stunde


Schulorchester

Ensembleprobe am 23.07. in der dritten Stunde!


Das Fach Literatur stellt sich vor

1. Allgemeines

Literatur ist ein zweistündiges Wahlfach in der Jahrgangsstufe I.
Im Fach Literatur kommt der Kreativität besondere Bedeutung zu. Die Schülerinnen und Schüler sammeln Erfahrungen im darstellenden Spiel, erproben Rollen und gestalten selbst Theaterszenen. Aus Leseerfahrungen gewinnen die Schülerinnen und Schüler Anleitung und Mittel zum selbstständigen Gestalten eigener Erzählungen. Die Lyrik mit ihren rhythmischen, klanglichen und bildlichen Kunstmitteln bietet den Schülern vielfache Anlässe, ihre eigenen Erfahrungen und Vorstellungen zum Ausdruck zu bringen.
Wie setze ich Körpersprache und Stimme gezielt ein, um mich auszudrücken? Auf diese wichtige Frage gibt das Fach Literatur eine Antwort, indem es Übungen zur Rhetorik anbietet.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe I lernen die Kunst der Rhetorik

2. Jahresplan

  • Allgemeine Einführung

a. Arbeitsbereich Theater

  • Darstellungs- und Regieübungen: Pantomime, Gefühle, Alltagsszenen, Spielvorlagen gestalten...
  • Drama: Analyse, Hintergrund, Vergleich, Diskussion; evtl. Theaterbesuch
  • Inszenierung, Gestaltung, Modernisierung von Szenen

b. Arbeitsbereich Erzählen - Epik

  • Kreatives Schreiben: Experimentieren, imitieren, respondieren, parodieren: Schreibstil entwickeln
  • Literaturgeschichte, Literaturvergleich, Literaturgespräch
  • Übungen zur Rhetorik
  • Erzählen nach Erfahrungen, nach Vorgaben
  • Nach Möglichkeit: Dichterlesung

c. Arbeitsbereich Lyrik

  • Gedichte rezitieren, akustisch und visuell präsentieren
  • Produktiver Umgang: umformen, ergänzen, Textmontagen, Gedichte nach Motiven / Vorlagen / Mustern verfassen
  • LiteraTour
  • Präsentation der eigenen Gedichte, evtl. im Rahmen einer literarischen Fahrradtour

1. Englisch – die meistgesprochene Weltsprache

Englisch ist zweifellos die bedeutendste Weltsprache der Gegenwart. Es gibt mehr als 340 Millionen Muttersprachler. Diese teilen sich folgendermaßen auf: In den USA leben etwa 250 Millionen Muttersprachler, in Großbritannien 62 Millionen, in Kanada 18 Millionen, in Australien 15 Millionen, in Irland 4 Millionen, in Südafrika 4 Millionen und in Neuseeland 3 Millionen.
Man ist sich nicht ganz darüber im Klaren, wie viele Menschen Englisch als Zweitsprache sprechen. Die Zahlen gehen weit auseinander (von 350 Millionen bis zu einer Milliarde). Die englische Sprache hat somit nicht nur insgesamt die meisten Sprecher weltweit, sondern ist auch die meistbenutzte Umgangssprache in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur.

1.1 Wie wurde Englisch zur Weltsprache?

Es ist schwer, diese Frage abschließend zu beantworten, aber es lassen sich einige interessante Entwicklungen skizzieren: Vor dem Aufstieg des Englischen zur Weltsprache wurde Französisch in Europa im 17. Jahrhundert als internationale Weltsprache eingesetzt. Das Deutsche war ab etwa 1860 fast neunzig Jahre lang die vorherrschende Sprache in den Bereichen Wissenschaft und Kunst, bevor mit den Niederlagen in den beiden Weltkriegen dieser Einfluss aber wieder verloren ging.
Der Aufstieg der englischen Sprache zur wichtigsten Weltsprache begann im 19. Jahrhundert. Das Britische Imperium mit all seinen Kolonien umfasste damals bis zu einem Drittel der Weltbevölkerung.
Nach 1945 war die Vormachtstellung der USA der Hauptgrund für die weitere Verbreitung des Englischen als Weltsprache. Insbesondere der Aufstieg der Massenmedien wie Fernsehen und Internet verstärkte diese Entwicklung nachhaltig.
Der Sprachforscher David Crystal beschreibt das Englische passend als “...a language which has repeatedly found itself in the right place at the right time.” (Crystal 1997: 110) 

Quelle: www.weltsprachen.net (18.09.2012)

1.2 Weitere interessante Fakten über die Weltsprache Englisch

  • Mehr als 80% aller elektronisch gespeicherten Informationen sind in englischer Sprache.
  • Englisch ist wie Deutsch eine germanische Sprache. Das erleichtert den Lernprozess für uns erheblich.
  • Die Abspaltung der englischen Sprache von den anderen germanischen Sprachen vollzog sich etwa vor 1500 Jahren.
Quelle: www.weltsprachen.net (18.09.2012)

 

2. Die Fachschaft

Der Stützpunkt der Fachschaft Englisch befindet sich im Raum 104 im Erdgeschoss des Kreisgymnasiums. Nicht alle Lehrerinnen und Lehrer, die Englisch unterrichten, haben ihren Arbeitsplatz dort eingerichtet, einige sind gemäß ihrem zweiten bzw. dritten Fach auf die weiteren Stützpunkte verteilt (siehe Plan vor dem Sekretariat). Der Fachraum der Fachschaft Englisch ist großzügig eingerichtet und bietet neben den Arbeitsbereichen der einzelnen Lehrer Platz für Bücher, Wörterbücher, Unterrichtsmaterialien und Medien aller Art.
Schülerinnen und Schüler können sich dort während der zweiten großen Pause an ihre jeweiligen Fachlehrer wenden.

2.1 Englischlehrerinnen und Englischlehrer

Name

Fächer

 

Bee, Heinz

Englisch

Deutsch

Eigenmann, Sylvia

Englisch

Deutsch

Hahn, Thomas

Englisch

Geschichte

Hoffmann, Dorothea

Englisch

Deutsch

Macedo-Rivera, Sofie

Englisch

Spanisch

Müller, Felix

Englisch

Geschichte

Raetz, Jennifer

Englisch

Französisch

Rapp, Agnes

Englisch

Französisch

Reck, Eveline

Englisch

Biologie

Roß, Helga

Englisch

Deutsch

Schiele, Markus

Englisch

Geschichte

Schmid, Andreas

Englisch

Französisch

Schneider, Manuela

Englisch

Biologie, Sport

Schröder, Jörg

Englisch

Deutsch

Sell, Roswitha

Englisch

Sport

Rist, Hannah

Englisch

Sport

3. Englischlernen am Kreisgymnasium

Schüler der Jahrgangsstufe 5

Neben dem Unterricht im Klassenzimmer bietet auch die Mediothek des Kreisgymnasiums viele Möglichkeiten, sich mit der Zielsprache zu befassen. Neben englischsprachiger Literatur, Sachbüchern und Nachschlagewerken verfügt die Mediothek über zahlreiche Computerarbeitsplätze, an denen authentisches Sprachmaterial und Informationen zugänglich sind.

3.1 Englische Lektüren im Unterricht

Klassiker der englischsprachigen Literatur, etwa die Dramen oder Komödien William Shakespeares, können ausgeliehen werden. Teilweise werden die Schülerinnen und Schüler jedoch auch dazu angehalten, in den Lehrplan integrierte Bücher zu kaufen, da das literarische Arbeiten erleichtert wird, wenn man die Lektüre mit eigenen Notizen versehen kann.

3.2 Die Hauptthemen in den einzelnen Jahrgangsstufen

Das von unserer Fachschaft verwendete Lehrwerk ist auf einen handlungsorientierten und selbständigen Fremdsprachenerwerb ausgerichtet. Zudem orientiert es sich an den Beschreibungen des sogenannten Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Von den dort genannten sechs Niveaustufen erreicht der schulische Englischunterricht bis zur Kursstufe das Niveau B2 und teilweise C1. Die folgende Tabelle verschafft dem Lerner einen allgemeinen Überblick über die einzelnen Stufen und erlaubt eine Einschätzung des eigenen Sprachgebrauchs.

Raster zur Selbstbeurteilung

Raster zur Selbstbeurteilung

Download als pdf hier --->

© Council of Europe / Conseil de l’Europe; http://www.coe.int/t/DG4/Portfolio/?L=E&M=/main_pages/levels.html (23.09.12)

Klasse 5:

In Klasse 5 lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst, über sich, ihre Familie und ihre Freunde zu sprechen und Dinge des alltäglichen Lebens in einfachen Sätzen zu benennen. Die Schüler üben zudem den eigenständigen Gebrauch des Englischen. Das Ziel ist die Ausbildung der kommunikativen Fertigkeiten Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen und Schreiben.

Klasse 6:

Eine wichtige Fertigkeit, die ab der sechsten Klasse trainiert wird, ist das Sprechen (und Schreiben) über Begebenheiten aus der Vergangenheit und Pläne für die Zukunft. Auf inhaltlicher Ebene werden Themen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler aufgegriffen wie beispielsweise die Verwendung von Taschengeld, der Umgang mit Haustieren oder eigene Vorlieben und Abneigungen in verschiedenen Belangen. Die Schüler entwickeln kommunikative Kompetenzen zum eigenständigen Gebrauch des Englischen. Ihre sprachliche Handlungsfähigkeit schließt vielseitigere schriftliche und mündliche Äußerungen ein, die auf dem Wortschatz und der Grammatik der Klasse 5 aufbauen.

Klasse 7:

Der Englischunterricht in Klasse 7 fördert und fordert zunehmend den eigenständigen Gebrauch der Fremdsprache. Dabei wird die bewusste Steuerung des Spracherwerbs immer mehr von lernstrategischen Überlegungen begleitet. Die Schüler erweitern und festigen dadurch ihr Repertoire an Lernstrategien (Wörterbucharbeit, verschiedene Herangehensweisen an unbekannte Texte, Brainstorming, Sprachmittlung, usw.).
Inhaltlich führen die Units des Lehrbuches der 7. Klasse von London über Schottland nach Kanada – die Schülerinnen und Schüler werden also mit verschiedenen englischsprachigen Ländern vertraut gemacht und lernen sowohl das multikulturelle Leben in der Großstadt als auch die Faszination und Schönheit der kanadischen Flora und Fauna kennen.

Buckingham Palace, aufgenommen während einer Studienfahrt des Kreisgymnasiums nach London

Ringrose Peak in British Columbia, Kanada

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Canadian_Rockies (23.09.12)

Klasse 8:

Der Englischunterricht der 8. Klasse ist inhaltlich weitestgehend den USA gewidmet. Jede Unit hat einen anderen Staat zum Schauplatz, sodass die Schülerinnen und Schüler nicht nur einige US-Bürger mit verschiedenen familiären Hintergründen und Lebensstilen kennenlernen, sondern auch interessante geographische und geschichtliche Informationen aufnehmen.
Neben der Weiterentwicklung der bereits genannten sprachlichen Kompetenzen und dem Erwerb schwierigerer grammatischer Strukturen wird auch der Unterschied zwischen britischem und amerikanischem Englisch behandelt.

Klasse 9:

In Klasse 9 lernen die Schülerinnen und Schüler sowohl das dünn besiedelte Australien als auch das Leben in einigen Großstädten Asiens und Afrikas kennen. Weitere Unterrichtseinheiten nehmen direkt auf die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler Bezug, indem sie einerseits die Pläne und Erwartungen und andererseits die Interessen und Probleme Jugendlicher thematisieren. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler, ihre eigenen Fähigkeiten oder die anderer Personen zu beschreiben und ihre Interessen und Erfahrungen mitzuteilen.
Mit dem Ende der 9. Klasse ist der Erwerb der grundlegenden grammatischen Strukturen abgeschlossen.

Ayers Rock in Australien

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Uluru (23.09.12)

Klasse 10:

Die 10. Klasse stellt den Übergang von der Mittel- zur Oberstufe dar. Nachdem alle wesentlichen grammatischen Strukturen behandelt worden sind, wird nun hauptsächlich thematisch und wortschatzorientiert gearbeitet. Grammatik wird bei Bedarf wiederholt.
Die Themen („Growing Up“, „Multi-ethnic Britain“, „The Blue Planet“ and „Make a Difference“) werden zum Teil anhand literarischer Texte, zum Teil anhand anderer Originaltexte wie Zeitungsartikel oder Webseiten erarbeitet.
Ziel ist es, das Hör- und Leseverstehen von Originaltexten zu festigen und die Fähigkeit zu erlangen, sich über komplexe Themen angemessen, das bedeutet genügend differenziert, auszudrücken.

Kursstufe:

Zu Beginn der Kursstufe sollten die Schülerinnen und Schüler die englische Grammatik und Ausdrucksweisen so gut beherrschen, dass sie sich weitgehend fehlerfrei und vor allem verständlich in der Fremdsprache ausdrücken können. Mit diesem Grundwissen sollten sie auch Originaltexte aus Presse und Literatur ohne Hilfsmittel in ihrer Gesamtaussage verstehen, mit Hilfe eines einsprachigen Wörterbuches auch im Detail. Der Erwerb der Fremdsprache Englisch ist also weitestgehend abgeschlossen, sodass nur noch der Grundwortschatz um jenes Vokabular erweitert werden muss, welches nötig ist, um sich zu speziellen Themen auszudrücken.
Ein solches ist das Schwerpunktthema „Kolonialismus“, welches anhand von elf Kurzgeschichten (Kurzgeschichtensammlung „Caught Between Cultures“) erarbeitet wird. Da dies ein sehr umfangreiches Thema ist, wird es einen Großteil des zweiten Schuljahres der Kursstufe in Anspruch nehmen.
Neben diesen Kurzgeschichten werden auf literarischer Ebene mindestens ein Roman, wie beispielsweise „The Handmaid’s Tale“ oder „Brave New World“ und mindestens ein Drama, wie zum Beispiel „Death of a Salesman“ oder „True West“ behandelt.
Landeskundliche Informationen über Großbritannien sind mit der Lektüre des Sternchenthemas verflochten, des Weiteren werden mit Bezug auf die USA und / oder Großbritannien – teilweise mit historisierendem Ansatz – gesellschaftlich und politisch relevante Themen angesprochen wie „Globalisierung“, „Technik und Fortschritt“, „Immigration“, „Der Amerikanische Traum“, „die USA als Weltmacht“ und – wie bereits erwähnt – „das Britische Weltreich und die damit einhergehende Problematik des Kolonialismus“.

 

Griechisch am Kreisgymnasium Riedlingen

Verfasserin Marion Wiese (unterrichtet am KGR Latein und Spanisch und leitet die Griechisch-AG)

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Xaißrete, vQ majhtaiß. Übersetzt etwa „Seid gegrüßt, ihr Lernenden!(Hermes-Statue, Quelle private Bilder)


1. „Zukunft braucht Herkunft“

In unserer modernen Mediengesellschaft mit ihren unerschöpflich scheinenden Informations- und Unterhaltungsangeboten erleben wir die Gegenwart immer wieder als Herausforderung – eine rasante Tempobeschleunigung in Berufs- und Privatleben, eine immer kürzere Halbwertszeit von einmal angeeignetem Wissen, immer größere Anforderungen an Flexibilität und lebenslanges Lernen des Einzelnen. Gefragt ist vor allem bei jungen Menschen die Fähigkeit, sich aus eigener Kraft in der Überfülle der Angebote zurechtzufinden, sich zu orientieren. Dazu muss man erst einmal seinen eigenen Platz in dieser Welt, einen eigenen Standpunkt gefunden haben, der einem eine sichere Position für diese Orientierung bietet.
Ein Versuch, im vermeintlichen Chaos unserer Zeit Zusammenhänge herzustellen, die Welt aus ihren Wurzeln heraus zu verstehen, kann die Beschäftigung mit der Geschichte, mit unserer eigenen Kulturtradition sein. Die Wurzeln dafür reichen ins alte Griechenland zurück, wo kluge Männer und Frauen ab ca. 800 v.Chr. den Grundstein unserer heutigen europäischen Kultur legten. Namen wie Homer, Sappho, Sophokles, Sokrates oder Platon sind bis heute unvergessen – um nur eine kleine Auswahl zu treffen. Es entstanden die ersten Werke der Literatur (etwa Homers Epen), Wissenschaften wie Mathematik (wer kennt nicht den Satz des Pythagoras), Astronomie oder Biologie, Geschichtsschreibung und Philosophie. Auch die Grundlagen unserer heutigen Demokratie liegen im antiken Griechenland. Griechisch ist die Sprache des Neuen Testaments, und die Kirchenväter tragen griechisches Gedankengut in sich.
Die Beschäftigung mit der griechischen Kultur, Literatur und Philosophie ist also keine reine Bewahrung althergebrachten Bildungsgutes, sondern eine Begegnung mit unseren ureigensten Wurzeln – und mit uns selbst. Der Weg dazu führt über die griechische Sprache, die es uns ermöglicht, sich ohne oftmals verfremdende Übersetzungen mit den Originaltexten, mit dem Fundament unserer Welt auseinanderzusetzen. Die Erkenntnis tieferer Zusammenhänge und das Gefühl, auf einem festen Grund zu stehen, schaffen genau jene Souveränität und jenes kritische Bewusstsein, das heutzutage so oft gefragt ist, das aber ohne die Beschäftigung mit den Grundfragen der Menschheit auch unendlich schwer vermittelbar ist. 

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Ein fester Grund – der Poseidontempel in Sounion.(Quelle private Bilder)


2. Was macht den heutigen Griechisch-Unterricht aus

Der Griechisch-Unterricht beschäftigt sich intensiv mit Sprache und Kultur des antiken Griechenland. Die griechische Sprache findet sich in Fremd- und Lehnwörtern in großem Maße im deutschen Wortschatz wieder und ermöglicht dem Griechischlernenden damit eine bewusste Sprachreflexion, eine hohe muttersprachliche Kompetenz und nicht zuletzt die Fähigkeit zum Umgang mit geistes- und naturwissenschaftlicher Terminologie, die Grundlage vieler Studienfächer ist.
Als europäisches Grundlagenfach führt Griechisch in die abendländische Philosophie, die Grundlagen politischer Systeme sowie der bildenden Kunst und Architektur ein.
Die Reflexion über grundsätzliche Fragen in Bezug auf den Menschen, die Gesellschaft, die Natur und die Religion fördern Wertbewusstsein und Verantwortungsbereitschaft, die auch und gerade in unserer Zeit nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.

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Eine grandiose Aussicht bietet sich dem Betrachter in Delphi.(Quelle private Bilder)


3. Die Griechisch-AG am Kreisgymnasium

Riedlingen war lange Jahre ein humanistisches Gymnasium, in dem Griechisch als reguläres Schulfach angeboten wurde. Davon profitiert heute unsere Griechisch-AG, die auf einen reichen Fundus an Schatzstücken der Lektüre zurückgreifen kann. Um zur Lektürefähigkeit zu gelangen, arbeiten wir zunächst mit einem Lehrbuch, das an vielen Schulen verbreitet ist ELLAS (Hellas, hg. Von Fr. Maier, Bamberg 1996, 21998).
In insgesamt drei Jahren erlernen wir die griechische Sprache, beschäftigen uns mit Kunst, Kultur und Mythos. Die AG ist mit drei Wochenstunden angesetzt, die z.T. als „Blockseminare“ abgehalten werden. Ansonsten ist ein Nachmittag pro Woche dem Griechischen gewidmet. Die Lerngruppe setzt sich aus Schülerinnen und Schülern von insgesamt drei Jahrgangsstufen zusammen, beginnend in Klasse 7-9, so dass die ältesten Teilnehmer die AG in der Jahrgangsstufe 1 abschließen.
Gekrönt werden können die Bemühungen mit dem Erwerb des Graecums, das im Abiturszeugnis den Nachweis über die Qualifikation des Lernenden bietet. Falls sich jemand z.B. für ein Lateinstudium interessiert, wäre es eine hochinteressante Option, das Graecum bereits während der Schulzeit zu erwerben. Natürlich hört sich das nach viel Arbeit an, aber es ist durchaus machbar! Ich bin jederzeit für Fragen offen. Auf Wunsch findet sich sicher auch ein Teilnehmer der letzten Griechisch-AG, der einen „Augenzeugen-Bericht“ geben kann.
Im Laufe der drei Jahre werden wir auch die „Originalschauplätze“ Griechenlands auf einer Studienreise in Kooperation mit dem Gymnasium Ehingen entdecken. Diese Reise hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht. Einen Erfahrungsbericht könnt ihr im nächsten Kapitel lesen.

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Teilnehmer der letzten Studienreise in Sounion. (Quelle private Bilder)


4. Ein unvergessliches Erlebnis – Griechenland selbst entdecken

Ca. alle zwei Jahre zieht es die Griechisch-Klassen von Ehingen in den Südosten Europas, dahin also, wo die Sonne eine Stunde früher aufgeht, und wir hatten die beste Reisezeit für uns, Mitte bis Ende Mai, wenn es schon warm, aber noch nicht zu heiß ist und alles blüht.
19 Schülerinnen und Schüler trafen sich mit Frau Sorger (damals noch Wiese) und Herrn Krischker am Spätnachmittag des 16. Mai 2010 in Ehingen am Bahnhof, um über München, Rosenheim, Kufstein und Bologna endlich Ancona zu erreichen, von wo aus wir die „Cruise Europa“, ein Fährschiff der Minoan Lines, bestiegen, das uns nach Patras in Griechenland bringen sollte.
Für die meisten von uns war es die erste größere Schiffsreise. Zuallererst suchten wir uns einen guten Platz an Deck für unser Lager. Abfahrt war um 17.00 Uhr. Abends gab’s an Deck die ersten Referate zur aktuellen griechischen Musik und dann verkroch sich alles in die improvisierten Schlaflager der Deckpassage. Am Morgen fuhren wir an der Insel Ithaka, der Insel des Odysseus, vorbei und landeten schließlich in Patras, der drittgrößten Stadt Griechenlands, von wo aus uns ein eigener Bus nach Olympia brachte.
Dort streiften wir am nächsten Tag durch die antiken Wettkampfstätten im heiligen Hain des Zeus. Nachmittags ging es weiter mit dem Bus durch Arkadien, die zentrale Landschaft der Peloponnes, nach Osten in unser Quartier für die nächsten Tage, nach Tolo, in der Nähe bei Nafplio. Tolo gefiel allen besonders gut, ein kleiner ehemaliger Fischerort direkt am Meer.
Von Tolo aus besichtigten wir Nafplio, die erste Hauptstadt Griechenlands, mit seinen verwinkelten Gässchen und dem hohen Palamidifelsen mit venezianischer Festung, und fuhren natürlich nach Mykene, der alten Königsburg Agamemnons mit dem Löwentor und nach Epidauros, das durch sein Theater bekannt ist, wo noch immer berühmte antike Tragödien und Komödien aufgeführt werden.

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Eine Reiseimpression Der Isthmos von Korinth. (Quelle private Bilder)


Damit war die Hälfte unserer Exkursion vorbei und wir kamen nach einem Besuch von Korinth nach Athen, der Hauptstadt, wo über die Hälfte der griechischen Einwohner leben. Entsprechend ausufernd sieht die Stadt auch aus, wenn man von der Akropolis auf sie herabschaut Ein unendliches, weißes, heißes Häusermeer. Athen ist eine Großstadt im wahrsten Sinne des Wortes. Das Programm war dicht und gedrängt in Athen die Plaka (Altstadtviertel mit den vielen Tavernen und Läden), der Areopag (Felsen der alten Gerichtsbarkeit), die Pnyx (Felsen der alten Volksversammlung; „Wiege der Demokratie“), die Agora (altes Stadtzentrum, „Markt“ mit Attalos-Stoa, dem Gefängnis des Sokrates usw.), das Dionysos-Theater (das „Ur-Theater“), die Akropolis mit dem Parthenon-Tempel, das Nationalmuseum und der Syntagmaplatz (Platz der Verfassung mit Parlament und „Grabmal des unbekannten Soldaten“, darunter die archäologische U-Bahn-Station) wollten erst einmal „abgelaufen“ werden.
Ein Höhepunkt war sicherlich auch der Ausflug nach Kap Sounion mit seinem unglaublichen Ausblick. Weiter ging es dann am nächsten Tag über das landschaftlich unbeschreiblich schön gelegene Kloster Osios Lukas (griechisch-orthodox) in die Berge hinauf nach Delphi, der alten Orakelstätte des Gottes Apoll (dort auch ein wunderschön gestaltetes Museum, sehr empfehlenswert!), was für alle zum Schluss noch einmal ein echter Höhepunkt der Reise war.
Die Heimreise war so gemächlich wie die Hinreise, nur dass wir dieses Mal einen kompletten Tag und zwei Nächte auf See hatten, und uns so nach und nach von Griechenland verabschieden konnten. In Venedig erst gingen wir wieder an Land. Griechenland 2010 – für alle ein unvergessliches Erlebnis.

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Impressionen aus Tolo. (Quelle private Bilder)

Spanisch am Kreisgymnasium Riedlingen

Bienvenidos queridos padres y alumnos,

herzlich willkommen, liebe Eltern, liebe Schüler,


unsere Fachschaft besteht momentan aus sechs Kolleginnen und Kollegen:
Sofie Macedo, Sophie Tück, Marion Wiese, Katrin Schrägle (Fachbetreuerin), Annika Sigl (Referendarin) und Nikolai Strähle.


1. Spanisch als dritte Fremdsprache am Kreisgymnasium Riedlingen

Seit dem Schuljahr 2010/2011 besteht am Kreisgymnasium Riedlingen die Möglichkeit, Spanisch als reguläres Hauptfach zu besuchen. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, Spanisch ab Klasse 8 als dritte Fremdsprache zu wählen. In jeweils vier Wochenstunden werden in Klasse 8 bis 10 fundierte Kenntnisse der spanischen Sprache und Kultur vermittelt. Hauptziele des Unterrichts sind der schrittweise Aufbau einer Kommunikationskompetenz, sowie der Erwerb solider Grammatikkenntnisse. In den ersten zweieinhalb bis drei Schuljahren arbeiten wir mit dem Lehrbuch und den dazugehörigen Materialien. Diese werden von den Lehrkräften durch eigene, aktuelle Materialien ergänzt. In der Oberstufe werden die Kenntnisse und Fertigkeiten in der Fremdsprache vertieft und erweitert, sowie verstärkt die verschiedenen Bereiche der Landeskunde und Kultur Lateinamerikas und Spaniens bearbeitet. Die ersten Spanischschüler und Spanischschülerinnen am Kreisgymnasium Riedlingen legten im Frühjahr 2015 ihr Abitur im Fach Spanisch ab.

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Latein oder Französisch bieten ideale Voraussetzungen, um Spanisch als weitere Fremdsprache zu erlernen. Beide Ausgangssprachen weisen Ähnlichkeiten in Wortschatz und Syntax auf.  Es ist spannend zu sehen, wie sich die Wurzeln von „Mutter Latein“ in der „Tochtersprache“ Spanisch wiederfinden. Französischlernende entdecken mit Spanisch eine moderne „Schwester“ des Französischen. (siehe Abb.1 und 2)


Durch diese günstigen Voraussetzungen erreichen wir im Spanischunterricht eine rasche Progression und schnelle Lernerfolge. Diese sollten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Spanisch – wie in jeder anderen Sprache auch – Durchhaltevermögen und Einsatzbereitschaft gefragt sind, z.B. beim regelmäßigen Vokabellernen. Schließlich soll nach drei Jahren dasselbe Niveau erreicht werden, für das in anderen Sprachen weitaus mehr Lernzeit zur Verfügung steht.

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2. Die Bedeutung der spanischen Sprache in der Welt

Spanisch wird weltweit von circa 500 Millionen Menschen in 21 Ländern (v.a. Spanien, 19 Länder Lateinamerikas und in Äquatorial-Guinea in Afrika) gesprochen. Somit liegt die Sprecherzahl des Spanischen zwar deutlich hinter dem Chinesischen, aber inzwischen schon vor dem Englischen. Der Anteil der Spanischsprechenden in den Vereinigten Staaten wächst stetig und beträgt mittlerweile 12 %, das entspricht in etwa 30 Millionen Sprechern.

Spanisch ist eine der Amtssprachen der UNO, der UNESCO, der WHO und der EU.

Dies ist auch im Bildungsplan 2004 des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport  Baden- Württembergs verankert:
„Spanisch ist (...) eine der am meisten gesprochenen Weltsprachen. (...) Der Spanischunterricht vermittelt Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler im modernen Europa der offenen Grenzen und weltweit für Kontakte mit Hispanohablantes benötigen. Er ermöglicht ihnen, ihre fremdsprachlichen Fähigkeiten für Studium und Beruf zu erweitern und so ihre Zukunftschancen zu verbessern.“

 
2.1 Die Verbreitung des Spanischen weltweit

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  • EUROPA:
    • Spanien
  • AMERIKA:
    • América del Norte, Centroamérica y Caribe (Cuba, México, Nicaragua, Panamá, Costa Rica, Honduras, República Domenicana, Puerto Rico, El Salvador, Belice, Guatemala)
    • América del Sur ( Paraguay, Perú, Chile, Ecuador, Bolivia, Uruguay, Argentina, Colombia, Venezuela)

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2.2 Varianten des Spanischen

Eine Art "Hoch-Spanisch" als einheitliche Form gibt es nicht; vielmehr gibt es vier Gruppen verschiedener Varianten oder Akzente:

  1. Spanisch der iberischen Halbinsel
  2. Spanisch von Mittelamerika, der Karibik und Venezuela
  3. Südamerikanisches und mexikanisches Spanisch, castellano, aber Argentinien und Uruguay haben eigene Varianten des Spanischen


Die jeweils umliegenden Länder orientieren sich mehr oder weniger an diesen Varianten. Obwohl die Sprache auf drei Kontinenten gesprochen wird, ist es die gleiche Sprache mit bestimmten Akzenten der jeweiligen Region.

 

3. ¡Iberoamérica es fascinante! – Iberoamerika ist faszinierend

3.1 Maurisches Erbe in Spanien

Die spanischsprachige Welt ist vielfältig und im Laufe der fünf Jahre Spanischunterricht werden wir viele interessante Facetten kennenlernen, die sich gleich einem Mosaik zusammensetzen werden.

Spanien hat eine weit in die Vergangenheit zurückreichende Geschichte. Die iberische Halbinsel war Teil des römischen Weltreiches. Die Völkerwanderung hat ebenso ihre Spuren hinterlassen wie die Ausbreitung des Islam.
Nachdem ganz Spanien mit Ausnahme von Nordspanien 700 Jahre lang von den Arabern beherrscht wurde, wurde im Jahr 1492 die Reconquista, die Rückeroberung Spaniens unter den Reyes Católicos, den katholischen Königen Ferdinand und Isabella, beendet. Die sehr weit entwickelte muslimische Kultur hinterließ im Süden Spaniens bis heute Spuren, z.B. die wunderschöne Alhambra in Granada, Andalucía.

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3.2 Amerika

Im Auftrag der spanischen Herrscher entdeckte Kolumbus 1492 Amerika, als er Indien auf dem Seeweg nach Westen suchte. Damit begann die Neuzeit. Mit dem Aufstieg Spaniens zur Kolonialmacht breitete sich die spanische Sprache und Kultur auf große Teile Amerikas aus.

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Im Zuge der spanischen Kolonisation wurde die spanische Sprache und die katholische Religion in Süd- und Mittelamerika verbreitet. Nach Jahrhunderten der Unterdrückung, Ausbeutung und des Missbrauchs erlangte das lateinamerikanische Volk nach jahrelangen blutigen Kämpfen am Anfang des 19. Jahrhunderts die Unabhängigkeit von der spanischen Krone. Die jahrelangen Kämpfe wurden von den Generälen Don José de San Martín, Don Simón Bolívar, José Antonio Sucre angeführt.

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3.3 Aktuelle Themen im Spanischunterricht

Selbstverständlich beschäftigen uns auch aktuelle Themen im Spanischunterricht wie die starken Migrationsströme in die USA aufgrund der problematischen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Situation in vielen Ländern Lateinamerikas. Noch vor wenigen Jahrzehnten sind Menschen aus Europa aus ähnlichen Gründen nach Lateinamerika emigriert. Wir werden aber nicht nur problematische Themen betrachten, sondern auch positive, wie Lateinamerika als Reservat des Naturschutzes, der Mineralien, der Energie und der Ökologie der Welt.

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3.4 Kunst und Literatur

Im Laufe der fünf Jahre Spanischunterricht werden die SchülerInnen einen Einblick in die Kunst und Literatur der spanischsprachigen Welt bekommen. Im folgenden sollen exemplarisch nur einige Künstler genannt werden: spanische Künstler wie Goya und Velázquez (19. Jahrhundert), Picasso, Miró, Dalí (20. Jahrhundert) und die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo (s. Foto).

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Die spanischsprachige Literatur ist so vielfältig, wie die Länder in denen Spanisch gesprochen wird. Sie reicht von Cervantes‘ Don Quijote aus dem Jahr 1605 über den kolumbianischen Nobelpreisträger von 1982 Gabriel García Márquez (Hundert Jahre Einsamkeit), die chilenische Autorin Isabel Allende (das Geisterhaus) bis hin zum peruanischen Schriftsteller Mario Vargas Llosa, der im Jahre 2010 den Nobelpreis für Literatur erhielt.

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3.5 Musik und Sport

Spanischsprachige Musik wie Shakira, Juanes, Gloria Estefan,Orishas, Maná, Enrique Iglesias und Schauspieler wie Penélope Cruz, Javier Bardem, Antonio Banderas und Salma Hayek sind auch in Deutschland berühmt. Nicht zu vergessen sind bedeutende Fußballspieler wie Diego Maradonna, Lionel Messi (Argentinien), Claudio Pizarro (Perú), Fernando Torres (Spanien). Viele spielen in großen Teams Europas.
Spanisch zu lernen heißt seinen Horizont erweitern und durch eine weitere Sprache Wissen und Einsichten über die Kultur und Geschichte eines Großteils der Welt zu erlangen. Es bedeutet auch, einen weiteren Schlüssel für den Zugang der modernen, globalen Arbeitswelt zu erlangen.

 

 


Riedlingen, im Oktober 2015
Sofie Macedo, Marion Wiese, Sophie Tück, Katrin Schrägle, Annika Sigl, Nikolai Strähle

¡ HASTA PRONTO!

Quellen:

Abb. 1: Mutter Latein und ihre Töchter. Quelle: http://www.gymnasium-damme.de/fachbereich-a/Latein/bilder/lateinplakat.jpg, 23.12.2011, 15:25 Uhr.
Abb. 2 Quelle: Sofie Macedo
Abb. 3: Spanischsprachige Welt, Quelle: http://www.spanischunterricht-hamburg.de/Bilder/latino_span_trans.gif, 23.12.2011, 15:46 Uhr.
Abb. 4 „Hier sprechen wir Spanisch” Quelle: 2.bp.blogspot.com/23.12.2011, 17:29
Abb. 5: autonome Regionen Spaniens, Quelle: http://recuerdosdepandora.com/wp-content/uploads/2011/11/comunidades-autonomas.jpg
Abb. 6: Alhambra, das maurische Erbe Spaniens,
Quelle: http://12koerbe.de/bienengold/alhamra0.jpg
Abb. 7: Kolumbus betritt Amerika, Columbus taking possession of the New World, Quelle: www.learnnc.org/lp/multimedia/6267
Abb. 8: Befreier General Don José de San Martín, (1778-1850),  Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/48/Josedesanmartin.jpg/220px-Josedesanmartin.jpg
Abb. 9: Der Amazonas Regenwald, Quelle: http://besten.welt.de/files/imagecache/big_preview/Galleries/4/1_amazonas_02.jpg
Abb. 10: Die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo 1907-1954, Quelle:  http://www.giessen-server.de/img/1006/1d7c935bb8ecd3e4e7b075f0a10ceeb4.jpg
Abb. 11: Mario Vargas Llosa, Literaturnobelpreis 2010, Quelle: http://www.s9.com/images/portraits/31089_Vargas-Llosa-Mario.jpg
Abb. Slideshow: Barcelona,  Bildquelle: Private Photos von Sophie Tück

Das Fach Latein am Kreisgymnasium Riedlingen

 

Hallo, oder besser gesagt: Salvete!

 

Wir freuen uns, dass Ihr hier hereinschaut! Ihr beabsichtigt demnächst, das Kreisgymnasium Riedlingen zu besuchen und überlegt, ob Ihr an unserer Schule Latein lernen wollt?

Dann seid Ihr hier genau richtig. Ihr (und sicherlich auch Eure Eltern!) habt auf dieser Seite die Möglichkeit, einen ersten Eindruck von der lateinischen Sprache zu bekommen, damit Ihr wisst, was eventuell auf Euch zukommt. Wir wünschen Euch viel Spaß und Freude beim Durchlesen!

Doch zunächst zur Orientierung ein kurzer Überblick über die Inhalte unserer Homepage.

 

Inhaltsverzeichnis:

 

1.Latein – ein Schulfach auch für Dich

2.Latein – was ist das eigentlich?

3.Latein – was bringt es Dir, das zu lernen?

4.Latein – Grundlage für Schule, Studium und Beruf

5.Wer kann Latein lernen?

6.Latein – hier geht es um Dich

7.Moderner Lateinunterricht ist abwechslungsreich

8.Das Fach Latein im Rahmen des neuen Bildungsplans

9.Neue Formen der Leistungsbewertung im Lateinunterricht

10.Die Fachschaft Latein stellt sich vor

 

1. Latein – ein Schulfach auch für Dich

Latein ist das älteste Schulfach in Deutschland und Europa. Mehr als 800.000 Schülerinnen und Schüler lernen zur Zeit in ganz Deutschland Latein – eine Steigerung um 30% im Vergleich zum Jahr 2000! Es muss doch etwas dran sein, wenn so viele Schüler am Gymnasium Latein gewählt haben. Latein ist keineswegs eine „tote Sprache“, wie man immer wieder hört. Denn Latein hat viel zu bieten!

 

2. Latein – was ist das eigentlich?

Latein - was ist das eigentlich...

Rom, die Hauptstadt Italiens, wurde der Sage nach im Jahr 753 v. Chr. von Romulus und Remus in der Landschaft Latium gegründet und gab den Römern ihren Namen. Von der Landschaft Latium und ihren Bewohnern, den Latinern, hat die Sprache der Römer ihren Namen erhalten – Latein.
Dieses Latein wurde nicht nur über Jahrtausende in ganz Europa gesprochen, man hat auch Verträge, Gesetze und literarische Werke in dieser Sprache aufgeschrieben – in dem lateinischen Alphabet, das wir bis heue benutzen.
Noch lange Zeit nach dem Zerfall des römischen Reiches lebte und lebt Latein weiter: Es wird in der Kirche bis heute gesprochen oder gesungen, war die Sprache der Verwaltung und Gerichte und bleibt bis in unsere Zeit hinein eine sehr wichtige Sprache der Wissenschaft(en).
3. Latein – was bringt es Dir, das zu lernen?
Was bringt es dir?

Latein – Sprungbrett für moderne Sprachen

Latein ist der „Serviceprovider“ im Internet der modernen Sprachen. Denn es ist die Muttersprache Europas. In den Regionen des römischen Reichs entstanden unterschiedliche Dialekte des gesprochenen Lateins, aus denen viele Tochtersprachen  hervorgegangen sind: Französisch. Italienisch, Spanisch, Portugie-sisch oder Rumänisch.
Auch Englisch steht in enger Beziehung zur Sprache der Römer: Über 60% aller englischen Wörter haben ihre Wurzeln im Lateinischen. Ihr seht: „Mutter“ Latein hat viele stolze „Töchter“.
 
 
Latein – grammatisches Rückgrat
 
Grammatisches Rückrat
Beim Erlernen moderner Sprachen hilft jedoch nicht nur der lateinische Wortschatz. Latein ist nämlich vor allem ein grammatisches Rückgrat. Ihr lernt im Lateinunterricht, wie eine Sprache funktioniert. Vom Einfachen ausgehend wird nach dem „Baukastenprinzip“ die Grammatik im Lateinischen und Deutschen nach und nach aufgebaut. Grammatik habe man erst im Lateinunterricht richtig gelernt, hört man immer wieder – und zwar auch von keineswegs überragenden Lateinschülern.
 
Latein – Trainingsfeld für die eigene Muttersprache
 
Latein fällt manchen Mädchen und Jungen leichter, weil die Unterrichtssprache Deutsch ist. Im Unterschied zu den modernen Fremdsprachen bereiten lateinische Aussprache und Rechtschreibung keinerlei Schwierigkeiten: Denn man schreibt, wie man spricht – und spricht, wie man schreibt.
Latein und PC sind sehr wohl kompatibel. Wer nämlich nicht mit Texten umgehen kann, wird auch aus dem Computer kein Wissen ziehen. Wenn Ihr Latein lernt, trainiert Ihr zugleich immer Deutsch mit. Jede Lateinstunde ist somit auch eine Deutschstunde. Im Zentrum des Unterichts steht das Übersetzen aus der Fremdsprache in die deutsche Muttersprache. Bei der möglichst genauen Übertragung der Texte ins Deutsche müsst Ihr Euch stets die Regeln und Ausdrucksmöglichkeiten der eigenen Muttersprache bewusst machen. Auf diese Weise könnt Ihr Eure Lesefähigkeit, sprachliche Beweglichkeit und die Sicherheit im Ausdruck verbessern und so auch in den anderen Schulfächern punkten.
4. Latein – Grundlage für Schule, Studium und Beruf
Wen haben in Schule und Beruf nicht schon Fachausdrücke geärgert, die er verstehen und behalten muss? Etwa den Schüler die „Division“ und „Multiplikation“, den Gärter die „tilia cordata“, den Landwirt das „trifolium campestre“, die Krankenschwester die „intravenöse Injektion“ oder den Computernutzer das „Fax-Modem“? Auch im täglichen Leben, in der Werbung, in der Politik und Wirtschaft, begegnet uns das Lateinische auf Schritt und Tritt: Radio, Video, Computer, Konferenz, Immigration, Ratifizierung, Produktion, Inflation, Insolvenz, Nivea, Alete, ‚Mars macht mobil’. Wenn Ihr Latein gelernt habt, blickt Ihr hier schnell durch. Denn mit Hilfe lateinischer Vokabeln könnt Ihr Euch leicht Fremdwörter ableiten und die Fachsprachen der einzelnen Wissenschaften besser verstehen.
Hinzu kommt, dass bei Beginn des Studium viele Abiturienten mit Schrecken feststellen, dass sie für ihr gewähltes Studium Lateinkenntnisse nachweisen müssen, das sog. Latinum. Dies ist ein in ganz Deutschland anerkannter Abschluss, der an vielen Universitäten und Hochschulen Voraussetzung für das Studium zahlreicher Fächer ist. Wer über keine Lateinkenntnisse verfügt, muss im Studium – parallel zum jeweiligen Fachunterricht – in Lateinkursen in zwei bis drei Semestern das nachholen, wofür er an der Schule bis zu acht Jahre Zeit gehabt hätte.
An unserem Gymnasium bekommt Ihr für die Teilnahme am regulären Lateinunterricht in den Klassen 5-10 mit dem Jahresabschlusszeugnis der 10. Klasse im Regelfall das Latinum zuerkannt, ohne irgendwelche zusätzlichen Prüfungen ablegen zu müssen.
Voraussetzung für das Studium
Nähere Infos zu den Lateinanforderungen für die einzelnen Studiengänge an den Universitäten und Hochschulen findet Ihr auf der Hompage des Deutschen Altphilologenverbandes.
5. Wer kann Latein lernen?
Latein ist keineswegs ‚schwierig’, wenn Ihr regelmäßig lernt – dies gilt im übrigen für alle anderen Fremdsprachen und Schulfächer auch. Grundsätzlich gilt: Wenn Ihr aus der Grundschule eine Gymnasialempfehlung mitbringt, könnt Ihr ab der 5. Klasse am Kreisgymnasium Latein lernen und unsere Erfahrung zeigt: Jeder, der das Gymnasium schafft, schafft auch Latein.
Wenn Ihr Latein lernt, müsst Ihr keineswegs auf das bereits an der Grundschule begonnene Englisch verzichten. Im Gegenteil! Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass beide Fächer wechselseitig deutlich voneinander profitieren.
Latein und Englisch
6. Latein – hier geht es um Dich
Liegt auch die Welt der „alten“ Griechen und Römer weit vor unserer Zeit, so ist Latein der Fahrstuhl zu den Wurzeln Europas. Denn die im Lateinunterricht vermittelte antike Welt ist für uns der Schlüssel zur Schatztruhe, auf der unsere Welt von heute ruht. Was heißt das eigentlich:
•ein wirklich guter Freund zu sein
•glücklich zu leben
•zwischen Recht und Unrecht unterscheiden zu können
•für sich und andere Verantwortung zu übernehmen?
Im Lateinunterricht werden Euch solche und ähnliche Fragen immer wieder begegnen: Römische Philosophen und Denker wie Cicero und Seneca haben sich nämlich über die Lösung solcher Probleme immer wieder den Kopf zerbrochen. Die Gedanken der römischen Schriftssteller können Euch helfen, selbstständig eine eigene Antwort auf solche Fragen zu finden.
Aber auch der Blick in die Alltagswelt der „alten“ Römer ist spannend:
 
•Wie erlebte ein Altersgenosse vor 2000 Jahren die Schule?
•Welche Kleidung trug man?
•Was aß man?
•Wie verbrachte man seine Freizeit?
7. Moderner Lateinunterricht ist abwechslungsreich
Heute lernt man abwechslungsreich Latein: ob zu zweit, in der Gruppe oder spielerisch – die Arbeitsweisen sind vielseitig. Neue Computerprogramme und das Internet stehen Euch zur Verfügung. Sie helfen beim Erlernen des Lateinischen und machen Lust, sich auf Entdeckungsreisen in die römische Welt zu begeben. Asterix und Obelix sind dabei, selbstverständlich auf Lateinisch! Es wird auch gerätselt, gebastelt, gezeichnet oder Theater gespielt, etwa im Rahmen des Projekts „Antike Welt“ für die Klassenstufe 6 (Nähere Infos dazu findet Ihr auf unserer Schulhompage). Außerdem gibt es vielfältige Möglichkeiten der außerunterrichtlichen Arbeit, beispielsweise
•für die Unterstufe (Kl. 5-7): Exkursion zur Römervilla nach Hechingen
•für die Mittelstufe (Kl. 8-9): Exkursion ins Limesmuseum nach Aalen
•für die Oberstufe (Kl. 10-12): Studienfahrten nach Trier und/oder Rom
Welche Namen und Begriffe aus der antiken Welt könnt Ihr auf diesem Fisch entdecken?
Begriffe der antiken Welt
8. Das Fach Latein im Rahmen des neuen Bildungsplans
Latein macht Spaß

Für die Umsetzung des im neuen Bildungsplan vorgeschriebenen erweiterten Lernbegriffs (Stichwort: Lernen lernen!) bietet unser Lateinlehrbuch „Interesse“ vielfältige Vorschläge und Anregungen.  „Interesse“ – auf deutsch: „dabei sein, an einer Sache teilnnehmen, wichtig sein“ – dieses von Grund auf neu durchdachte Lateinlehrbuch nutzt das ‚Interesse’, das junge Menschen der Antike entgegenbringen. Während des Lehrgangs begleitet Ihr eine römische Familie in ihrem privaten und öffentlichen Alltag und gewinnt so ein farbiges und lebendiges Bild der römischen Welt sowie deren Fortleben in Mittelalter und Neuzeit.

Das Lernen der Vokabeln wird von Anfang an durch die Einbeziehung der aus dem Lateinischen stammenden Lehn- und Fremdwörter im Deutschen und Englischen unterstützt. Neuland betritt „Interesse“ mit seiner systematischen Wortbildungslehre, die nicht nur das Vokabellernen unterstützt, sondern auch für das spätere Erlernen des Fachlateins, beispiels-weise in der Medizin, von unschätzbarem Vorteil ist.
Im Anschluß an die etwa vier bis viereinhalb Jahre dauernde Lehrbuchphase werden grundlegende Texte lateinischer Autoren verschiedenster Epochen und literarischer Gattungen vom Klassischen Altertum über das Mittelalter bis in die Neuzeit gründlich gelesen, analysiert und interpretiert. Einzelheiten zu den Stundentafeln und den Bildungsplänen der Klassen 5 - 10 findet Ihr auf unserer Schulhompage hier--->
9. Neue Formen der Leistungsbeurteilung im Lateinunterricht
Um dem oben angesprochenen erweiterten Lernbegriff auch bei der Schülerbeurteilung Rechnung zu tragen, kommen im Lateinunterricht neben den herkömmlichen Formen der ‚Leistungsmessung’ (z. B. Test, Wiederholungsarbeit, Klassenarbeit, mündliche Mitarbeit etc.; zu den Gewichtungen im einzelnen s. hier--->) auch neue Überprüfungs- und Beurteilungsverfahren versuchsweise zum Einsatz. Gedacht ist dabei etwa an das Lerntagebuch und die Lernvereinbarung sowie insbesondere das Portfoliokonzept.
In den USA sind Portfolios heute an Schulen und Hochschulen vor allem im Zusammenhang mit der Schreibpädagogik weit verbreitet. Beim Portfolio (wörtlich: „Blätterträger“) handelt es sich um eine Lern- und Leistungsmappe mit unterschiedlichen Beiträgen, die im Verlauf eines Schuljahres vom einzelnen Schüler individuell und in gegenseitiger Absprache mit dem Lehrer anzufertigen ist. Je nach Leistungsstand und Alter des Schülers kann das Portfolio in die Gesamtbeurteilung mit der Gewichtung von 1 bis max. 2 zusätzlichen Klassenarbeiten einbezogen werden.
10. Die Fachschaft Latein stellt sich vor
Folgende Kollegen unterrichten im SJ 2014/15 am KGR Latein:

  • Elisabeth Walter (Latein, Englisch)
  • Marion Wiese (Latein, Griechisch, Spanisch)
  • Manfred Bauder
  • Otmar Schneider

Wir hoffen, Euch von Latein überzeugt zu haben und freuen uns, wenn Ihr Euch dafür entscheidet, am Kreisgymnasium Latein zu lernen. Für weitere Fragen stehen Euch die Schulleitung und die Fachschaft Latein gern zu Verfügung.
 
Valete!
Valete!

 

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